19.03.2021
Runder Tisch setzt sich für die Pflege ein...

Runder Tisch Patienten- und Pflegeangelegenheiten setzt sich für regionale, bürgernahe Netzwerkbildung in der Pflege ein

Der Runde Tisch Patienten- und Pflegeangelegenheiten tagte unter Leitung des Patienten- und Pflegebeauftragten der Bayerischen Staatsregierung am 08.02.2021 in Form einer Videokonferenz. Schwerpunktthema war die niedrigschwellige und bürgernahe Netzwerkbildung in der Pflege. Die 37 Mitglieder des Runden Tisches begrüßen den Netzwerkgedanken im Bereich der Pflege. Netzwerke leben von regionalem Engagement; müssen aber zentral von sämtlichen Organisationen und Institutionen unterstützt werden. Vorhandene Strukturen sollten sich miteinander verbinden; Doppelstrukturen gilt es zu vermeiden. Ziel muss sein, durch eine Vernetzung regionaler Akteure die Versorgung und Unterstützung von Pflegebedürftigen zu verbessern.

„Es freut mich, dass sich die wichtigsten Akteure aus dem Gesundheits- und Pflegebereich erneut beim Runden Tisch Patienten- und Pflegeangelegenheiten versammelt haben“, so Dr. Bauer. „Als Pflegebeauftragter ist mir wichtig, dass wir unser eigenes Netzwerk ‚Runder Tisch‘ nutzen, um den Netzwerkgedanken in die Fläche zu tragen. Auch wenn wir in Bayern bereits sehr gut aufgestellt sind, bin ich der Überzeugung, dass Verbesserungen möglich sind, wenn alle - insbesondere auch regional - gut zusammenarbeiten. Der zunehmende Pflegebedarf führt zwangsläufig zu zunehmendem Unterstützungsbedarf. ‚Weiße Flecken‘ im Beratungsangebot sollte es auf der Bayerischen Landkarte eigentlich nicht mehr geben!“

„In einer Pflegesituation liefern Netzwerke Bürgerinnen und Bürgern einen wertvollen Beitrag, eine neue herausfordernde Lebensphase selbstbestimmt zu meistern. Die Pflegekassen fördern deshalb die Bildung von regionalen Netzwerken und stehen ihnen beratend und finanziell zur Seite,“ betont Frau Sigrid König, Vorständin des BKK Landesverband Bayern. Auch die Arbeitsgemeinschaft der Pflegekassenverbände in Bayern insgesamt betont: „Für eine optimale Versorgung spielen regionale Vernetzung und das Engagement vor Ort eine entscheidende Rolle. Die Pflegekassen unterstützen die Vernetzung regionaler Akteure mit einer Förderung je Kreis oder kreisfreier Stadt bis zu 20.000 Euro jährlich.“

Der Geschäftsführer der Freien Wohlfahrtspflege Bayern, Herr Wilfried Mück betont zudem die Expertise der gemeinnützigen Einrichtungen im Pflegebereich: „Gerne wirken wir an der Verstärkung der regionalen Netzwerke mit und bringen die vielfältigen Angebote, unser Fachwissen sowie die Bereitschaft zur Kooperation mit ein. Unsere Dienste und Einrichtungen sind flächendeckend in Bayern tätig und unser gemeinsames Interesse muss es sein, auf vorhandene Strukturen zurückzugreifen, diese auszubauen und Doppelungen zu vermeiden.“

Der Runde Tisch Patienten- und Pflegeangelegenheiten und alle seine Mitglieder sind auf www.patientenportal.bayern.de/runder-tisch/ zu finden.

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