25.03.2020
MdL Dr. Bauer: „Ich bin überzeugt, dass die von unserer Bayerischen Staatsregierung getroffenen Maßnahmen Wirkung zeigen werden.“

Patienten- und Pflegebeauftragter der Bayerischen Staatsregierung ruft die Bevölkerung weiter zu Besonnenheit und zur Einhaltung der Vorschriften auf.

Anlässlich der aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus (Covid-19) fordert der Patienten- und Pflegebeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer MdL, Gesellschaft, Politik, Staatsverwaltung und insbesondere die Medien weiterhin zu besonnenem Vorgehen und Verhalten auf. MdL Dr. Bauer: „Ich bin überzeugt, dass die von unserer Bayerischen Staatsregierung getroffenen Maßnahmen Wirkung zeigen werden. Aber bis dahin müssen wir geduldig und diszipliniert bleiben. Das heißt, weiterhin unsere persönlichen sozialen Kontakte massiv einzuschränken und zuhause zu bleiben.“

„Für die Besorgnis der Menschen habe ich großes Verständnis! Dennoch müssen wir darauf achten, dass diejenigen, die Desinfektionsmittel oder Schutzmasken dringend brauchen, weil sie z.B. sehr alt oder chronisch krank sind, diese auch erhalten! Hamsterkäufe, wie wir sie nun teilweise erleben, dürfen nicht dazu führen, dass man damit Menschen gefährdet, die diese Dinge dringender brauchen als andere! Wenn dies passiert, verschieben wir das Problem erst recht zu Personengruppen, die laut den bisherigen Erkenntnissen vor dem Coronavirus besonders geschützt werden müssen!“

„Speziell möchte ich auch noch einmal auf pflegebedürftige Menschen in stationären Einrichtungen aufmerksam machen. Diese Einrichtungen sind ohnehin schon von erheblichen Personalengpässen betroffen. Sie werden nun von Besuchsverboten oder Zimmerquarantäne bei noch weniger Pflegepersonal zusätzlich belastet! Ebenso sind Menschen mit Behinderung, die sich als Patient in stationärer Behandlung befinden, eine besonders sensible Gruppe. Ihre Schwierigkeiten sind im Krankenhausalltag schon vor der Corona-Pandemie groß gewesen. Und nun müssen wir alles dafür tun, um auch diese Patientengruppen besonders zu berücksichtigen. So brauchen beispielsweise gehörlose oder blinde Menschen, Menschen mit geistiger Behinderung oder Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen ebenfalls angepassten, seriösen Zugang zu den derzeit wichtigen Gesundheitsinformationen, z.B. in „einfacher Sprache“ “, mahnt Dr. Bauer.

„Auch die pflegenden Angehörigen – der größte Pflegedienst unseres Landes – dürfen nicht allein gelassen werden! Wenn in nächster Zeit wirklich vermehrt Patienten oder Pflegebedürftige zu Hause versorgt werden müssen, weil Angehörige selbst erkrankt sind und weiteres Personal in ambulanten Pflegediensten fehlt, sollten Kommunen und Landkreise schnellstmöglich Notfallpläne entwickeln, die solche Situationen abdecken!“, fordert der Beauftragte.

„Als Patienten- und Pflegebeauftragter der Bayerischen Staatsregierung wende ich mich auch all denjenigen zu, bei denen die aktuelle Krise starke emotionale Reaktionen hervorruft. Dabei sind seelische Widerstandskraft und Gelassenheit eine Grundvoraussetzung zur Bewältigung dieser Krise. Neben staatlich organisierten Infohotlines können sich Betroffene beispielsweise auch an die Telefonseelsorge wenden, die rund um die Uhr unter den Rufnummern 0800 - 111 0 111 oder 0800 - 111 0 222 die Möglichkeit für ein Gespräch zur Verfügung steht. Wer Hilfe braucht, sollte diese Angebote unbedingt nutzen!“

Aktuelle Informationen und Hilfestellungen zum Coronavirus findet man auf der Homepage des Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege unter www.stmgp.bayern.de .

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