02.06.2021
Doch nur eine kleine Pflegereform?

Pflegebeauftragter Dr. Bauer, MdL hat sich mehr erwartet.

Am heutigen Mittwoch scheint es kurz vor Ende der Legislaturperiode auf Bundesebene doch noch zu einer kleinen Pflegereform zu kommen. Allerdings hat sich der Patienten- und Pflegebeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Herr Prof. (Univ. Lima) Dr. Bauer MdL, deutlich mehr erwartet. Seiner Ansicht nach wird nun aus der groß angekündigten Pflegereform nur ein „Reförmchen“. Der erhoffte große Wurf für alle in der Pflege beschäftigten Personen, alle pflegenden Angehörigen und selbstverständlich alle Pflegebedürftigen lässt seiner Ansicht nach weiter auf sich warten.

„Als Pflegebeauftragter der Bayerischen Staatsregierung begrüße ich, dass auf Bundesebene das Thema Pflegereform doch noch endlich vorankommt, zumindest in kleinen Schritten! Mein Offener Brief an den Bundesgesundheitsminister und die Fraktionen des Deutschen Bundestags vom 08.03.2021 wurde wohl gehört“, so Dr. Bauer.

„Leider macht aber die angekündigte Pflegereform den Eindruck, weit hinter den Erwartungen zurückzubleiben. Alle bekannten Brennpunkthemen, wie etwa der Personalnotstand in der Pflege, die Löhne insgesamt, die Rolle der pflegenden Angehörigen als größter Pflegedienst unseres Landes, die hohen Eigenanteile bei stationärer Pflege und und und – werden immer noch nicht durchgreifend gelöst!“ betont der Beauftragte.

„Es ist schade, dass die Verantwortlichen auf Bundesebene bis kurz vor der Bundestagswahl gewartet haben, um dieses gesellschaftlich unglaublich wichtige Zukunftsthema kurz vor knapp noch durchzuwinken. Daher fordere ich klar und deutlich, dass die nächste Bundesregierung, die ab Herbst ihre Tätigkeit aufnimmt, das Thema Pflege nochmals mit oberster Priorität bearbeitet“, bekräftigt der Pflegebeauftragte. „Pflege geht uns alle an! Und Pflegepolitik braucht politischen Mut und Weitsicht!“

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