22.09.2021
Den Lebensmittelpunkt ländlicher Raum stärken...

Dr. Peter Bauer (FREIE WÄHLER), MdL und Patienten- und Pflegebeauftragter der Bayerischen Staatsregierung, plädiert für eine konsequente Umsetzung gleichwertiger Lebensverhältnisse im ganzen Freistaat und hat deshalb bei der Herbstklausur der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion in Bad Windsheim eine Resolution mit dem Titel „Lebensmittelpunkt ländlicher Raum stärken“ initiiert. Unterstützt wurde er dabei von den mittelfränkischen Fraktionskollegen Wolfgang Hauber und Gabi Schmidt.

„Mittelfranken steht beispielhaft für viele ländliche Gebiete: Das Leben auf dem Land ist beliebt, Grundstücke dementsprechend gefragt. Neue Siedlungen entstehen jedoch häufig an den Ortsrändern, während wertvolle Flächen in den Ortskernen teilweise verwaisen.“ Das Leben auf dem Land müsse deshalb durch eine gesicherte Grundversorgung vor Ort (Alltagsbedarf, medizinische Versorgung und schulische Angebote) attraktiv gestaltet werden. „Denn dies ist Voraussetzung, um den Wohndruck in den Städten zu lindern“, so Bauer.

In der Resolution findet sich dazu ein ganzes Bündel an Maßnahmen: Neben stabilen leistungsfähigen Internetverbindungen bräuchte es zur Steigerung der Attraktivität des ländlichen Raumes unter anderem einen starken ÖPNV und neue Mobilitätsangebote. „Jede Region benötigt dabei ein eigenes maßgeschneidertes Konzept, das bedarfsgerecht auf das lokale Umfeld zugeschnitten und verknüpft ist“, sagte Bauer.

Weitere Forderungen der umfangreichen Resolution betreffen unter anderem eine zukunftsfähige Flächenverwendung: „Wir wollen die Ortskerne wiederbeleben. In enger Kooperation mit den jeweiligen Eigentümern soll dabei angestrebt werden, brachliegende Areale im Innenbereich zu (re-)aktivieren, ohne dass es dafür jedoch neue Zwangsmaßnahmen oder Abgaben bedarf“, so der Abgeordnete aus Sachsen b.Ansbach.

Darüber hinaus setzt sich die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion in ihrer Resolution beispielsweise für einen Denkmalschutz mit Augenmaß ein. Bauer stellt abschließend fest: „Wir wollen in unseren Dörfern und Städten nicht in einem Museum leben. Bedeutende Denkmäler sollen natürlich erhalten bleiben, gleichzeitig muss es aber möglich sein, dass sich die junge Generation weiterentwickeln und ein modernes Leben führen kann.“

Foto: Pressestelle FW Landtagsfraktion

 

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