Dr. Bauer ist empört: CSU hat kein Interesse an einer wohnortnahen Krankenhausversorgung!

Dr. Bauer ist empört: CSU hat kein Interesse an einer wohnortnahen Krankenhausversorgung!

Antrag der FREIEN WÄHLER im Gesundheitsausschuss des Landtags abgelehnt

Der Antrag „Kleine Krankenhäuser und Geburtshilfestationen erhalten – wohnortnahe Gesundheitsversorgung sicherstellen“ wurde im Gesundheitsausschuss des Bayerischen Landtags abgelehnt. Dr. Peter Bauer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FREIEN WÄHLER Landtagsfraktion und Ausschussmitglied, ist empört:

„Die CSU hat wohl kein Interesse daran, eine wohnortnahe Krankenhausversorgung sicherzustellen und lehnte unseren Antrag gestern im Ausschuss für Gesundheit und Pflege leider ab. In diesem hatten wir FREIE WÄHLER einen sofortigen Stopp weiterer Schließungen kleiner Krankenhäuser und Geburtshilfestationen gefordert. Denn die Menschen, insbesondere auf dem flachen Land, sind auf eine gute medizinische Versorgung vor Ort angewiesen – nicht nur durch große Kliniken. Es darf nicht sein, dass ökonomische Erwägungen in diesem wichtigen Bereich der Daseinsvorsorge Vorrang vor einer wohnortnahen und patientenfreundlichen Gesundheitsversorgung haben. In den kommenden Jahren wird der Bedarf an Krankenhausbetten aufgrund der demographischen Entwicklung und einer anwachsenden  Bevölkerung in Bayern noch weiter steigen. Eine Umstrukturierung der Grundversorgung ist daher notwendig: Kleine Krankenhäuser müssen zukünftig eine sogenannte ‚Lotsenfunktion‘ erhalten und beim Notfall-Patienten eine Erstdiagnose erstellen, seinen Gesundheitszustand stabilisieren und den Patienten notfallmäßig versorgen. Dann ist es Aufgabe der Ärzte zu entscheiden, ob die Behandlung in qualitativ hochwertiger Weise vor Ort durchgeführt werden kann oder ob der Patient in ein Krankenhaus mit höherer Versorgungsstufe verlegt werden muss. Auf diese Weise könnte eine wohnortnahe Struktur an Krankenhäusern dauerhaft aufrechterhalten bleiben und gleichzeitig eine medizinische Versorgung auf hohem Niveau sichergestellt werden. Der Freistatt muss sich finanziell am Erhalt der kleinen Krankenhäuser und Geburtshilfestationen beteiligen.“