FW-Landtagsabgeordneter Dr. Bauer zu Besuch bei der Diakoniestation Lichtenau

FW-Landtagsabgeordneter Dr. Bauer zu Besuch bei der Diakoniestation Lichtenau

Bauer betont die hohe Bedeutung der ambulanten Tagespflege vor Ort

Sachsen b.Ansbach (mm) – Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Pflegepolitische Sprecher der FREIEN WÄHLER im Bayerischen Landtag Dr. Peter Bauer aus Sachsen b. Ansbach informierte sich bei der Diakoniestation Lichtenau und besichtigte die Tagespflegeeinrichtung vor Ort. In einem Gespräch mit der Leitung der Diakoniestation Christine Schiefer und dem ersten Vorsitzenden des Diakonievereins, Ortspfarrer Claus Ebeling, diskutierte Dr. Bauer die aktuellen Entwicklungen in der Alten- und Krankenpflege und die besondere Situation in Lichtenau.

Stationsleiterin Christine Schiefer kritisierte, dass die Gesetze der Bundespolitik zwar gut gemeint, jedoch für die Umsetzung in die tägliche Praxis nicht tauglich sind. Außerdem werden ständig Richtlinien geändert, sodass der Bürokratieaufwand für kleinere Stationen steigt und es dadurch schwieriger wird, eine kleinere Diakoniestation am Leben zu halten. Dr. Bauer: „Gerade für die Menschen im ländlichen Raum ist eine Pflegestation vor Ort Gold wert. Sie gibt den Menschen Geborgenheit und Heimat in ihrem gewohnten Lebensumfeld. Dieses Angebot kann gar nicht hoch genug Wert geschätzt werden.“

Desweiteren waren sich Schiefer und Dr. Bauer einig, dass es zu wenig Pflegepersonal für die Alten- und Krankenpflege gibt. Um Pflegeberufe zukünftig attraktiver zu gestalten und junge Auszubildende für die Arbeit zu gewinnen, fordert Dr. Bauer unverzüglich eine deutliche Verbesserung der Rahmenbedingungen und vor allem eine angemessene Bezahlung der Alten- und Krankenpflegerinnen und Pfleger. „Die geleistete Arbeit der Pflegerinnen und Pfleger muss endlich die entsprechende Anerkennung finden – aber auch die Pflegeaufwendungen, die zu Hause durch Angehörige erbracht werden, müssen höher gewürdigt werden. Deshalb fordere ich die Bayerische Staatsregierung bereits seit einigen Jahren immer wieder dazu auf, sich auf Bundesebene endlich dafür einzusetzen, die volle steuerliche Absetzbarkeit für häusliche Pflegeaufwendungen einzuführen“, so Dr. Bauer.