Rede als Schirmherr – 14. Ansbacher Demenzforum am 05.05.2017 in der Ansbacher Karlshalle

Rede als Schirmherr – 14. Ansbacher Demenzforum am 05.05.2017 in der Ansbacher Karlshalle

Rede als Schirmherr – 14. Ansbacher Demenzforum am 05.05.2017 in der Ansbacher Karlshalle

Sehr geehrte Frau Perisic,

sehr geehrte Frau Staatsministerin Huml,

sehr verehrte Damen und Herren,

 

vielen Dank dafür, dass Sie mich so nett vorgestellt und begrüßt haben.

Es ist für mich eine ganz besondere Ehre, bei dem heutigen 14. Ansbacher Demenzforum die Schirmherrschaft übernehmen zu dürfen.

Ich freue mich sehr, heute bei ihnen sein zu dürfen und begrüße sie alle sehr herzlich.

Seit 12 Jahren existiert die Alzheimer Gesellschaft Stadt und Landkreis Ansbach e.V.

Liebe Frau Perisic, für Ihre Leistung und Ihr unermüdliches Engagement in Sachen Aufklärung, Information sowie Organisation von Hilfen für Betroffene, möchte ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bei Ihnen,

Ihrer Vorstandschaft und Ihrem Team sehr herzlich bedanken.

Sie und ihr Verein wirken segensreich für ihre Mitmenschen.

Sie leisten mit ihrer Arbeit, mit ihrem großartigen Engagement einen unverzichtbaren Beitrag für ein immer drängender werdendes Problem.

Das Wahrnehmen von Demenz im Allgemeinen und Alzheimer im Besonderen ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung.

Es geht um Enttabuisierung, Information und Unterstützung.

Es geht um das Verstehen und den Umgang mit der Krankheit.

Und vor allem geht es um die betroffenen Menschen und um ihre Angehörigen.

Dies ist eine enorme soziale, politische und humanitäre Aufgabe, gerade für die Kommunen.

Hier müssen die Voraussetzungen geschaffen werden für eine Teilhabe der Erkrankten und ihrer Angehörigen an der Gesellschaft.

Ziel ist ein partnerschaftliches Miteinander von Menschen mit und ohne Demenz.

Zu diesem Thema werden wir heute noch aufschlussreiche Beiträge hören.

Sicherlich wird auch Frau Ministerin Huml dazu Einiges zu sagen haben.

Die Stadt Ansbach ist auf einem guten Weg.

Bis heute wurden bereits über 1000 Demenzbegleiter für die Stadt und den Landkreis Ansbach ausgebildet. Diese helfen den pflegenden Angehörigen und entlasten sie.

Damit ermöglichen sie den Betroffenen, länger daheim in der Familie und der gewohnten Umgebung zu leben und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Die steigende Lebenserwartung in unserer Zeit ist nicht zuletzt ein Erfolg des medizinischen Fortschritts und auch des Wohlstandes in unserem Land.

Doch der dadurch steigende Anteil älterer Menschen bedeutet auch eine zunehmende Zahl von Menschen mit Demenz.

In den nächsten Jahrzehnten rechnen Fachleute sogar mit einer Verdoppelung der Erkrankungen.

Ein immer drängender werdendes Problem unserer Gesellschaft!

Als Pflegepolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER  Landtagsfraktion habe ich immer wieder das Gespräch mit Betroffenen und mit Leistungserbringern gesucht.

So zum Beispiel am Tag der Menschen mit Behinderung im Bayerischen Landtag und auch am 1. Bayerischen Pflegegipfel.

Dabei hat sich ganz klar herauskristallisiert, dass Demenz künftig zu einem immer wichtigeren Thema der  professionellen  Dienstleister in Medizin und Pflege werden wird.

Natürlich ist eine gute medizinische Versorgung und Unterbringung ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen.

Dankbar können wir dafür sein, dass jetzt endlich die demenziellen Erkrankungen bei den Pflegegraden berücksichtigt werden.

Doch reicht das alles aus?

Nein –  ich setze mich seit Jahren vehement dafür ein,  dass die Politik endlich parteiübergreifend Rahmenbedingungen schafft, damit die an Demenz Erkrankten in Pflegeeinrichtungen und zu Hause in Würde leben können.

Denn auch für Demenzerkrankte gilt der Artikel 1 des Grundgesetzes:

Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Dies muss das oberste Ziel bei der Pflege sein.

Aus meinem persönlichen Umfeld weiß ich, vor welchen Problemen Angehörige stehen.

Ich kenne ihre Rat- und Hilflosigkeit.

Da ist es von unschätzbarem Wert, kompetente, einfühlsame Ansprechpartner zu haben, zu wissen, dass man nicht alleine mit seinen Ängsten und Sorgen ist.

Die Alzheimergesellschaft in Stadt und Landkreis Ansbach steht hierfür als Helfer, Ratgeber und Unterstützer für Betroffene und ihre Angehörigen in großartiger Art und Weise zur Verfügung.

Es gilt gemeinsam Lösungen zu finden, die es Menschen mit Demenz lange ermöglichen, am Leben in der Kommune teilzunehmen.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit, ich wünsche Ihnen allen einen informativen Tag und gute Gespräche.