CSU lehnt Förderung des Raubtierasyls in Ansbach ab

CSU lehnt Förderung des Raubtierasyls in Ansbach ab

Dr. Bauer: Entsetzen und Empörung über fehlende Tierliebe in der CSU

Sachsen b.Ansbach (mm) – Am gestrigen Donnerstag wurde im Umweltausschuss des Bayerischen Landtags über einen von Dr. Peter Bauer initiierten Antrag der FREIEN WÄHLER zur Unterstützung des Raubtierasyls Ansbach abgestimmt. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Frankensprecher der FREIEN WÄHLER im Bayerischen Landtag Dr. Peter Bauer aus Sachsen bei Ansbach ist entsetzt darüber, dass der Antrag von der CSU ohne stichhaltige Sachargumente abgelehnt wurde.

Mit der üblichen Arroganz der Macht hat die absolute CSU-Mehrheit im Bayerischen Landtag den Antrag der Opposition leider wie üblich abgeschmettert. Das Raubtier- und Exotenasyl Ansbach beherbergt vorwiegend beschlagnahmte Tiere, die vom Zoll oder von anderen Behörden dorthin gebracht wurden und erfüllt damit eine staatliche Pflichtaufgabe. „Schon aus diesem Grund muss das Tierasyl eine staatliche Unterstützung erhalten“, fordert Dr. Bauer. „Doch diese staatliche Pflichtaufgabe und die Tierliebe wird offenbar bei der CSU klein geschrieben. Ganz zu schweigen vom großen C im Parteinamen. Sogar der Gedanke, diese großartigen Säugetiere eventuell einschläfern zu lassen, wurde in den Raum gestellt“, so Dr. Bauer weiter.

Empört zeigt sich Dr. Bauer vor allem über die Äußerungen des stellvertretenden Ausschussvorsitzenden Dr. Hünnerkopf. Dieser lehnte eine Förderung ab, weil nicht die Allgemeinheit bei Problemen nach der Anschaffung von exotischen Tieren einspringen sollte. „Das ist eine Ohrfeige für die vielen ehrenamtlich Tätigen im Tierasyl, denn genau das Gegenteil ist der Fall. Die Ehrenamtlichen springen hier dankenswerterweise ein, versorgen die von den Behörden zugewiesenen Tiere und übernehmen seit Jahren Aufgaben, die der Staat eigentlich leisten müsste“, so Dr. Bauer deutlich. Selbst die Vertreterin des Ministeriums sagte im Ausschuss, dass der Staat ein Problem haben werde, wenn das Tierasyl in Ansbach nicht mehr seine Arbeit leisten könnte.

„Es bleibt zu hoffen, dass die CSU, wie es in vielen anderen Fällen auch schon passiert ist, nach einer kurzen „Schamfrist“ einen ähnlichen Antrag einbringt und diesen dann natürlich zustimmt, weil ihn die Mehrheitspartei gestellt hat“, so Dr. Bauer abschließend.